Gruppe aus Teilnehmer Perspektive - Gruppenplatz

Interview mit George

JUST GEORGE – ein Unternehmer, Gründer, Internet-Pionier, Profisportler und dabei auch privat Genießer der Sonnenseite des Lebens. So hätte es weiter gehen können in seinem Leben. Doch beruflicher Stress, private Schicksalsschläge und das Oberflächliche seines Erfolges zogen ihm die Füße unter dem Boden weg: Burnout, Depression, suizidale Gedanken und ein Klinikaufenthalt waren die Folge.

George hat sich zurück in sein Leben gekämpft mit einer neuen Mission: Er will gegen das Tabu der Depression angehen und anderen Betroffenen helfen. Er möchte ihnen Fragen beantworten, seine Erfahrungen und Einschätzungen weitergeben und ihnen verschiedenen Wege aus der Krise näherbringen.

Mit seinem Buch "Gegen das Tabu" über seinen ganz eigenen Weg rüttelt er wach und macht Mut. Das weit verbreitete und dennoch tabuisierte Volksleiden Depression kann jeden treffen.

Gruppenplatz im Interview mit George

Wo war deine erste Erfahrung mit einer Psychotherapie in der Gruppe?

George: Ich habe meine ersten Erfahrungen mit der Gruppentherapie während meines Klinikaufenthalts gemacht. Dort konnten wir die verschiedensten Therapiemöglichkeiten ausprobieren und die Psychotherapie in der Gruppe war eine davon.

Meine erste Gruppentherapiestunde hatte ich dort bereits am zweiten Tag meines Aufenthalts. Ich muss zugeben, ich war zu Beginn sehr skeptisch, ob diese Therapieform mir helfen würde, aber ich wurde sehr schnell eines Besseren belehrt!

Welche Gedanken hattest du vor dem ersten Besuch der Gruppe?

George: Wie schon erwähnt, ich hatte anfangs starke Bedenken. Mein erster Gedanke war: „Das fängt ja gut an, so etwas wie eine Gruppenrunde mit Seelenstrip vor anderen Menschen.“ Diese Gedanken wurden aber absolut nicht bestätigt eher im Gegenteil. Es war eine Bereicherung, so viele verschiedene Menschen aus unterschiedlichen Schichten und mit verschiedenen Ansichten um sich zu haben und sich mit Ihnen auszutauschen. Ich konnte von jedem Einzelnen etwas lernen. Der regelmäßige Austausch untereinander hat einen großen Teil zu meiner Genesung beigetragen. Je mehr man sich kennengelernt und miteinander ausgetauscht hat, umso weniger habe ich mich mit meinen Problemen alleine gefühlt. Besonders bereichernd ist es, wenn man auf Menschen zugeht oder mit Menschen ins Gespräch kommt, die mit einem selbst nicht auf einer Wellenlänge liegen und man danach merkt, dass man sich eigentlich doch ganz gut versteht. Ich bin jedem Einzelnen für die gemeinsame Zeit sehr, sehr dankbar!

Welchen Mehrwert hat für dich die Gruppe gegenüber der Einzeltherapie?

George: Für mich lag der klare Vorteil der Gruppentherapie im Austausch mit anderen Betroffenen. Ich habe mich dadurch nicht mehr so allein gefühlt und der Austausch hat mir sehr schnell wieder zu einem besseren Gefühl verholfen. Eine für mich sehr wichtige Info kam von meiner ehemaligen Therapeutin und Klinikleitung: Eine Gruppentherapie hilft genauso gut wie eine Einzeltherapie.

Natürlich ist es im ersten Moment unangenehm, seine Gedanken und Probleme mit Fremden zu teilen. Mein Motto ist immer: Wenn es hilft, dann muss man da durch.

Wir bei JUST GEORGE arbeiten gerade daran, wöchentlich eine Gruppengesprächsrunde für und von Betroffenen ins Leben zu rufen. Darauf freue ich mich sehr, denn ich denke, diese Form des Austausches kann helfen, aufzuklären und mit vielen Vorurteilen und Mythen aufzuräumen.

Das ist aber nur meine persönliche Erfahrung. Ich denke, jeder sollte für sich selbst herausfinden, welche Variante für sie oder ihn die bessere ist.

Belasten einen die Probleme der anderen Teilnehmer*innen der Gruppe?

George: Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, es hat mich nicht beschäftigt. Jedoch merkt man dadurch, dass man mit seinen Problemen eben nicht alleine ist und es anderen ähnlich geht wie einem selbst.

Deshalb würde ich sagen, dass es eher zu meiner Genesung beigetragen hat, mich damit auseinanderzusetzen, anstatt dass es eine Belastung für mich war.

Ist es dir schwer gefallen vor anderen über deine persönliche Situation zu sprechen?

George: Ich hatte anfangs wirklich starke Bedenken und ich weiß noch heute, was ich dachte, als ich mich in meiner ersten Stunde 8 weiteren Patienten vorstellen musste: "Ich sag hier kein Wort, egal was kommt."

Aber nach 10 Minuten habe ich mich schon am Gespräch aktiv beteiligt und eine weitere halbe Stunde später war ich schon in bester Redelaune und merkte, dass es mir sehr gut tat und dass ich auch anderen guttat. Denn der Austausch in so einer Gruppe ist Gold wert!

Welche Empfehlungen hast du für Menschen die sich für eine Gruppe interessieren?

George: In erster Linie kann ich hier ganz klar die Umkreissuche von gruppenplatz.de empfehlen. Die Plattform ist einfach super!

Zudem erfahren Betroffene in meinem Buch auch im Detail von meinen persönlichen Erfahrungen mit dieser Therapieform.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.justgeorge.com